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By Alexandra Manzei, Rudi Schmiede

​Während das Wettbewerbsparadigma in anderen gesellschaftlichen Teilbereichen spätestens nach der Finanzkrise 2009 nicht mehr unhinterfragt als Königsweg politischer Regulierung propagiert wird, scheint es in der Gesundheitspolitik völlig ungebrochen. Dies verwundert umso mehr, als mittlerweile zahlreiche empirische Studien vorliegen, die die problematischen Folgen der Ökonomisierung von Medizin und Pflege belegen. purpose des vorliegenden Bandes ist es, qualitative und quantitative Analysen zur Arbeits- und Lebenswirklichkeit von Beschäftigen und PatientInnen zu bündeln, sie durch Berichte aus der Praxis zu ergänzen und so einen umfassenden Einblick in die Realität des wettbewerbsgesteuerten Gesundheitswesens zu eröffnen.

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Die Morbiditätszuschläge sollen – zumindest zum Teil – die erhöhten Kosten ausgleichen, die den Krankenkassen im Durchschnitt bei der Versorgung entsprechender Versicherter entstehen. Krankenkassen, die eine große Zahl von Personen mit derartigen Krankheiten versichern, erhalten also einen entsprechend höheren Betrag aus dem Fonds. Somit verstärkten diese Bestimmungen die Umverteilung von den einkommensstärkeren zu den einkommensschwächeren Krankenkassen. Diese Entwicklung hatte auch eine regionale Dimension, denn die Einkommen der Versicherten sind in den wohlhabenden südlichen Bundesländern überdurchschnittlich hoch.

4 Zur Identifi kation solcher Fehlanreize liefern nationalstaatliche Erfahrungen mit früheren Gesundheitsreformen und der Blick auf Gesundheitsreformen im Ausland reichlich Anschauungsmaterial. 5 Diese Absicht – nämlich zu verhindern, dass Leistungsanbieter dem Anreiz zur Kostensenkung auch unter Inkaufnahme von Qualitätsmängeln und Rationierungen folgen –wird insbesondere deutlich in der rechtlichen Aufwertung der Qualitätssicherung. Noch vor dem Inkraft treten des Gesundheitsstrukturgesetzes fehlten Vorschriften zur Qualitätssicherung im Krankenversicherungsrecht nahezu völlig.

Hinzu kam noch ein weit umfangreicheres, eben aufgrund dieser Gesetzesbestimmungen im Auft rag des Gesetzgebers erstelltes konkretisierendes Vorschriftenwerk der Gemeinsamen Selbstverwaltung. Im Jahr 2006 war die Zahl der einschlägigen Vorschriften bereits derartig angewachsen, dass sich die Parteien der Großen Koalition darauf verständigten, „bestehende Regelungen […] zu entbürokratisieren und auf das Wesentliche zu konzentrieren“ (CDU et al. 2006, S. 4). Dabei verfolgt die Aufwertung der Qualitätssicherung nicht nur das Ziel, unerwünschten Reaktionen auf fi nanzielle Anreize entgegenzuwirken.

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